Seite 2 von 5 SeitenVon hier aus ging es dann weiter nach Kayokoy, der verlassenen Geisterstadt. Früher hieß sie Levissi. Zuerst allerdings am Rande der Stadt in ein uriges Wirtshaus zum Mittagessen. Es war ein sehr altes Haus und mit alten Möbeln eingerichtet. an den Wänden hingen Bilder, Keramikteller und Waffen. eine Treppe führte ins Obergeschoß in ein türkisch eingerichtetes Zimmer mit Liegen, kleinen Tischchen aus Messing und Sitzkissen. Auch eine alte Wasserpfeife stand darin. Das Essen war gut.
Nach dem Mittagessen besichtigten wir dann die Stadt. Die Reiseleiterin erzählte uns, dass sie im Jahr 1920 verlassen wurde.
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Kayokoy, die Geisterstadt mit etwa 1.500 griechischen Häusern
Es wurde inzwischen erlaubt, an den Randgebieten wieder zu siedeln, sonst steht die Stadt unter Denkmalschutz.
Wir machten dann einen Spaziergang und sahen die Kirche, die Panayi Pirgiotissa Basilica. es sind einige wenige Mosaiken und Fresken erhalten. Nun konnten wir uns zusammenreimen, dass es eine griechische Stadt war und dass die Menschen von dort vertrieben wurden, was die Reiseleiterin aber immer geschickt zu verschweigen suchte. In meinem Reiseführer habe ich nun nachgeschaut, die Griechen wurden gegen Türken ausgetauscht.
In der Kirche Rest des Glockenturms Das Wetter wurde immer trüber. Als wir in der Bucht von Ölüdeniz, die ich bei meiner "Blauen Reise" im Juni 2002 bei strahlendem Sonnenschein kennen gelernt hatte, war alles grau in grau. Von dem schönen blauen ins Türkis übergehenden Wasser war nichts zu sehen. Trotz des Wetters musste ich ins Wasser gehen. Das war aber nicht so einfach. Hier gab es keine runden Kiesel sondern sehr spitzige Steine. Im Wasser wurde dann das Wasser bei den Schwimmbewegungen richtig schön blau. Es war aber auch wesentlich kälter als in unserer Bucht in Fethyie-Caldic. Als ich wieder an Land kam, fing es an zu regnen. Ich zog mich schnell an, dann gingen wir zum Bustreffpunkt. der Bus war aber noch nicht da. Dafür klärte es auf und einige Sonnenstrahlen zeigten sich, die mich ein bisschen aufwärmten.
Dann ging es wieder nach Hause ins Otel Malhun. Es war ein schöner Tag.
Herr Harun rief bei dem Optiker an, aber die Brillen waren noch nicht fertig. Sie wurden uns für den nächsten Tag versprochen.
Den 27. Mai 2005 verbrachten wir wieder faulenzend und lesend am Strand bzw. Christa am Pool.
Abends wurden wir dann von dem Optiker abgeholt. Meine Brillen waren einfach Spitze. Ich konnte wieder sehen wie ein Luchs. Die Doppelsichtigkeit, die ich bei meinen letzten beiden Brillen hatte, war verschwunden und die Brille ist superleicht. Mit der Sonnenbrille hatte ich ein bisschen Probleme. Kuhlen in der Straße sahen aus wie tiefe Täler, aber das ist sicher nur eine Gewöhnungssache. Renate hatte mehr Schwierigkeiten. Sie meinte es würde ihr davon schwindelig. Der Optiker Ramos bat sie, die Brille doch mal einen Tag auszuprobieren, es würde sich bestimmt geben. Das Gestell sei so groß, dass sie den Kopf nach unten bewegen müsse um die richtige Sehstelle zu finden. Vorsichtshalber suchte sie sich aber noch ein neues Gestell aus. Meine beiden Brillen kosteten zusammen mit dem Augenarzt nur 560 Euro, meine letzte Brille hatte bei Apollo über 700 Euro gekostet.
Wir wurden dann von einem anderen Mitarbeiter nach Hause gefahren.
Am nächsten Tag, Renate hatte die Brille gleich wieder abgesetzt, fuhren Christa und Renate wieder zum Optiker, diese Mal mit dem Dolmus. Ich blieb am Strand. Der Wind blies heute nicht so kräftig, und es war wirklich warm. Als die beiden zurückkamen, war Renate zwar mit der Brille zufrieden, aber ziemlich wütend. Für das andere Brillengestell sollte sie noch 90 Euro zuzahlen. Sie einigten sich dann auf 50 Euro. Sie hätte halt vorher nach dem Preis fragen müssen.
Am 28. Mai 2005 feierten wir Abschied von unserem fast ständigen Begleiter Joachim aus Stuttgart. Er hatte zwar andere Ausflüge gebucht und bedauerte es sehr, dass wir nicht freitags mit ihm zusammen ins Hamam gingen, aber des Abends kam er fast immer zu uns in die Bar. Er musste morgen wieder nach Hause, nach Stuttgart fahren. Mehmet, der nette Kellner machte noch mit Joachims Handy Aufnahmen von uns allen und Joachim versprach mit diese zuzumailen, aber bis heute (11. Juni 2005) habe ich sie noch nicht erhalten.
Am 29. Mai, nach einem wieder schönen Strandtag, gingen wir nach dem Abendessen wie immer in die Bar. Es war wärmer geworden und mit Strickjacke konnte man draußen sitzen. Das war aber unser Glück, denn der Innenraum war voll belegt von der Familie des Besitzers. Auf einmal wurden in der freigelassenen Mitte des Raumes Wunderkerzen angezündet und eine Bauchtänzerin fing dort an zu tanzen. Da ich meinen Fotoapparat und meine Kamera schon in meinem Safe im Kleiderschrank eingeschlossen hatte, wetzte ich nach oben und holte beides. Den Fotoapparat vergaß ich aber dann, zwar machte Christa einige Aufnahmen, aber nur von dem tanzenden Mann im Anschluss an die Bauchtänzerin. So muss ich euch hier Bilder aus der Kamera zeigen, die aber nicht so schön sind.
Der Bauchtanzmann war ein reiner Akrobat. Er konnte seine Gliedmaßen verrenken wie ein Schlangentänzer.
Als die Vorführung beendet war, holten sie Tänzer aus dem Publikum. Das war aber kein besonders erhebender Anblick, aber es hob die Stimmung. Zum Schluss wurde eine Torte mit Wunderkerze herein getragen und das Geburtstagslied angestimmt. So wussten wir, dass dieses Fest eine Geburtstagsparty war. ein Stück von der Geburtstagstorte mussten wir dann auch noch probieren.
Den 30. Mai 2005 verbrachten wir wieder gemütlich am Strand. Die Luft und das Wasser wurden von Tag zu Tag etwas wärmer und der Wind, der immer um 11 Uhr aufkam, war nicht mehr ganz so kalt. Morgens, solange das Meer noch ruhig war, schwamm ich immer eine halbe Stunde möglichst schnell, danach paddelte ich dann 4 oder 5 Mal in den Wellen herum, meistens so 15 Minuten. Ich blieb heute bis um 18 Uhr dort und war die letzte, die noch am Strand war.
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